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Autoreifen wechseln

Bei einer Panne die Autoreifen zu wechseln ist für manche eine unlösbare Aufgabe. In der Welt des Formel 1  werden Autoreifen in Sekundenschnelle gewechselt. Im realen Leben haben viele Autolenker bereits Kopfschmerzen, wenn sie nur an eine Autopanne denken, dabei ist das Ganze mit den richtigen Materialien gar nicht so schwer.  Um ein Auto anzuheben und einen Reifen demontieren kommt es weder auf Muskelkraft noch auf das Gewicht einer Person an: Es ist alles nur reine Physik!

Dieser Guide wird Ihnen den Ablauf und Einsatz der verschiedenen Materialen erklären. Es wird an dieser Stelle aber dennoch empfohlen jeweils die Bedienungsanleitung des eignen Fahrzeuges zu lesen, denn teilweise gibt es Besonderheiten, weche auf Ihr Auto abgestimmt sind.

Ablauf des Reifenwechsels

Für Sicherheit sorgen

Bei einer Panne gilt es zunächst, das Fahrzeug abzusichern. Dies heisst, das Auto  weg vom Verkehr zu parkieren. Notfalls sollte auch in Schrittgeschwindigkeit auf dem defekten Reifen an einen sicheren Bereich, wie ein Pannenstreifen oder eine Nothaltebucht, fahren. Das Auto sollte auf einem möglichst ebenen und harten Untergrund parkiert werden und kann notfalls auch noch zusätzlich mit einem Stein abgesichert werden. Je nach Situation sollten Sie Ihre Position mit einem Pannendreieck   für andere Autolenker sichtbar kennzeichnen. In schlechten Wetterverhältnissen empfiehlt sich für Ihre eigene Sicherheit während der Radmontur eine Leuchtweste  zu tragen.

Vorgehen

Hier wird das Vorgehen beim Reifenwechsel Schritt für Schritt erklärt. Auf der Internetseite RP-online.de wird der Reifenwechsel sogar in einer Photostory dargestellt.

Ersatzrad hergraben

  • Bevor man sich die Mühe macht, überhaupt eine Schraube zu öffnen, sollte man prüfen, ob sich das Ersatzrad überhaupt ausbauen lässt und ob es genügend Luftdruck hat, um verwendet werden zu können.

Bolzen kreuzweise lösen

  • Sobald das Fahrzeug  sicher auf einer ebenen Fläche steht, erstmals die Handbremse anziehen und das Auto evt. mit Steinen oder eigenen Stoppern absichern.
  • Dann kann man mit dem Radkreuz  die Radschrauben  oder -bolzen kreuzweise lockern. Falls die Bolzen  zu fest angezogen sind, kann man im Stehen Druck auf das Radkreuz ausüben. Danach setzt man den Wagenheber  an der richtigen Stelle am Auto an und hebt das Fahrzeug so an, dass das zu wechselnde Rad gerade in der Luft ist.
  • Dann sollte man die Radschrauben kreuzweise entfernen. Dabei macht es Sinn, dass in der oberen Hälfte eine Schraube bleibt, die das Rad bis zum Schluss festhält.

Auflagefläche reinigen

  • Wenn das Rad entfernt werden konnte, sollte man die Auflagefläche reinigen, am Besten mit einem Bremsenreiniger  oder einer Drahtbürste . Nun wird das Ersatzrad  aufgesetzt und kreuzweise angeschraubt. Dabei sollte man auf die Laufrichtung des Reifens achten. Das demontierte Rad wird mit Kreide gekennzeichnet, so kann man sich die Position merken, um beim nächsten Wechsel einen Radtausch von vorne nach hinten durchzuführen.

Beim Anziehen Drehmomentschlüssel verwenden

  • Man sollte die Schrauben zunächst mit dem Radkreuz leicht anziehen und später unbedingt einen Drehmomentschlüssel  verwenden. Dieser sollte auf das vom Auto-Hersteller vorgeschriebene Anzugsdrehmoment eingestellt werden, denn werden die Schrauben zu fest angezogen, kann das Gewinde beschädigt werden, so dass sich im Extremfall die Schrauben lösen können. Danach wird das Auto so abgesenkt und die Schrauben können mit dem Drehmomentschlüssel fest gezogen werden. Danach sollte der Luftdruck in allen vier Rädern gemessen werden, entweder durch ein Reifen Luftdruck Messgerät oder an der nächsten Tankstelle.

Ersatzrad 

Radkreuz 

Leuchtweste 

Wagenheber 

Drehmomentschlüssel 

Pannen vorbeugen

  • Luftdruck häufig prüfen:  Er empfiehlt, den Luftdruck häufig zu prüfen und vor allem auch das Reserverad mit zu prüfen. In den meisten Fällen wird die Panne entdeckt, wenn man nach längerer Zeit das Fahrzeug wieder benutzen möchte.
  • Reifen auf Alter prüfen: Die UV-Strahlen der Sonne, sowie hohe Temperaturen greifen das Gummi an. Nach acht, spätestens aber nach zehn Jahren sollten Reifen auf jeden Fall ersetzt werden. Spröde, rissige Reifen können urplötzlich platzen, nicht nur bei hohem Tempo sondern auch schon in schnell gefahrenen Kurven. Autoreifen altern auch im Stand. Das Reifenalter kann an der Seite abgelesen werden.
  • Neue Reifen vorsichtig einfahren: Neue Reifen sollten während den ersten 200 Kilometer vorsichtig eingefahren werden. Der Grund: Ganz neue Pneus weisen an ihrer Oberfläche eine Schutzschicht aus Wachs und Alterungsschutzmitteln auf, die zunächst abgerieben sein muss. Erst dann können sie ihre volle Griffigkeit entwickeln. Außerdem sollte bei ganz neu montierten Reifen der Luftdruck in den ersten Wochen öfter und genau kontrolliert werden.
  • Bessere Räder auf die Hinterachse: Die Hinterachse stabilisiert das Fahrzeug, deshalb sollten die Räder mit der besseren Profiltiefe auf der Hinterachse montiert werden.

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