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Aromatisierte Spirituosen Ratgeber
Bei aromatisierten Spirituosen
Sorten
Im Handel können Sie folgende aromatisierte Spirituosen erhalten:
Spirituosen mit Anis
Um eine Spirituose mit Anis (Anisée) herzustellen, wird der Ethanol landwirtschaftlichen Ursprungs mit natürlichen Extrakten von Pflanzen wie Anis, Sternanis oder Fenchel aromatisiert. Auch andere Pflanzenextrakte oder Samen können verwendet werden, das Aroma und der Geschmack müssen aber deutlich nach Anis erinnern. Ein Anisée darf sich jedoch nur als Anisée bezeichnen, wenn das Anisaroma ausschließlich auf Anis, Sternanis oder Fenchel zurückgeht.
- Sambuca
-- Ein italienischer klarer Likör mit einem Alkoholgehalt von 38-42 % Vol. Er wird aus Anis, Sternanis, Süßholz und anderen Gewürzen erzeugt. Er wird meist flambiert serviert mit ein Paar Kaffeebohnen, die beim Trinken zerkaut werden.
- Pastis
-- Dieser ursprünglich aus Frankreich stammende Anislikör mit einem Alkoholgehalt von 40-45 % Vol. wird aus dem Sternanis gewonnen. Die bekanntesten Marken sind Pernod
und Ricard
. 
- Ouzo
-- Diese griechische Anisspirituose geniesst eine geschützte Herkunftsbezeichnung und darf nur in Griechenland oder auf Zypern erzeugt werden. Ouzo ist klar im Aussehen und sein Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5 % Vol.Getrunken wird er entweder eiskalt, auf Eis oder mit Wasser vermischt.
- Raki
-- Raki ist ein türkischer Schnaps, dessen Alkohol aus Weintrauben oder Rosinen hergestellt wird. Nach der ersten Destillation wird dem Destillat Anis beigefügt und nochmal destilliert. Raki ist klar, hat einen Alkoholgehalt von 40-50 % Vol. und schmeckt nach Lakritze. Getrunken wird er genauso wie Ouzo.
Spirituosen mit bitterem Geschmack
Bitterspirituosen werden aus verschiedenen Kräutern hergestellt, die diesem sein bitteres Aroma und seinen bitteren Geschmack geben. Zu den Bitter zählen:
- Magenbitter
-- Diese Spirituose wird durch die Aromatisierung von Alkohol mit natürlichen oder naturidentischen Geschmacksstoffen erzeugt. Ein Magenbitter muss mindestens 15 % Vol. Alkohol enthalten. Er schmeckt bitter und durch seine Inhaltsstoffe (Kräuterextrakte) wirkt er sich positiv auf die Verdauung aus und wird so gerne als Digestif getrunken.
- Absinth
-- Absinth wird aus Wermut, Anis, Fenchel und auch anderen Kräutern hergestellt. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen 45 % Vol. und 75 % Vol. Aufgrund der Verwendung von bitter schmeckenden Kräutern zählt er zu den Bitterspirituosen, obwohl er selbst nicht so bitter schmeckt. Die Kräuter werden in dem Alkohol mazeriert und danach wird diese Flüssigkeit destilliert. Das fertige Destillat kann anschließend mit anderen Kräutern, wie Pontischem Wermut oder Melisse, gefärbt werden. Absinth wird nicht pur getrunken, sondern verdünnt mit Wasser (Mischverhältnis von 1:3) oder als Cocktailzugabe.
Spirituosen mit Kümmel
Bei dieser Spirituose wird der Alkohol mit Kümmel oder Dillsamen aromatisiert. Auch andere Aromaextrakte können verwendet werden, diese dürfen das Kümmel- oder Dillaroma nicht übertünchen. Die bekannteste Kümmelspirituose ist Aquavit
Spirituosen mit Wacholder
Wacholderspirituosen werden aus Getreidebränden hergestellt, die nochmals destilliert werden. Um das Wacholderaroma zu bekommen werden entweder Alkoholdämpfe durch die Wacholderbeeren geleitet oder der Alkohol direkt mit den Wacholderbeeren vermischt und zusammen destilliert. Daneben können auch andere Kräuter zugefügt werden, deren Aromen dürfen jedoch nicht dominieren. Zu den Wacholderschnäpsen
- Gin
-- Dieser Wacholderschnaps erhält sein typisches Aroma aufgrund der Verwendung von Wacholderbeeren und Koriander. Zudem werden noch Ingwer, Muskat, Orangenschalen und Paradiesapfelkerne zugesetzt. Die Aromatisierung erfolgt durch die gemeinsame Destillation oder durch das Leiten der Alkoholdämpfe durch die Gewürze. Er muss einen Mindestalkoholgehalt von 37,5 % Vol aufweisen, die qualitativen Gins sind stärker (47 % Vol. und mehr). Gin wird meist mit anderen Getränken vermischt, z. B. in Cocktails (Martini) oder in Longdrinks (Gin-Tonic).
- Genever
-- Eine Spirituose mit mindestens 35 % Vol. Alkoholgehalt. Dafür wird ein aus Gerste, Malz oder Roggen erzeugter Alkohol verwendet, der anschließend mit Wacholder, optional auch mit Kümmel, Anis und Koriander, aromatisiert wird.
- Steinhäger
-- Seinen Namen verdankt Steinhäger einer ostwestfällischen Gemeinde zwischen Bielefeld und Halle in Westfalen, Steinhagen. Dort hat der Steinhäger seinen Ursprung. Er steht unter geschützter Herkunftsbezeichnung, nur in Steinhagen hergestellte Wacholderspirituosen dürfen sich auch Steinhäger nennen.
Verwandte Ratgeber
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Externe Links
- Wikipedia.org: Zusätzliche Informationen zu aromatisierten Spirituosen.





