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Wurzelgemüse

Wurzelgemüse gehört der Sorte der Mittelzehrer an. Folgende Wurzelgemüsesorten sind üblich in den heimischen Gemüsegärten:

Pastinake

 
Pastinake  

Auch unter dem Namen Hammelsmöhre bekannt.

  • Aussaat & Pflanzung: Die Pastinake wird im Frühjahr gesät. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 30 cm und zwischen den Pflanzen 15 cm betragen. Die frisch ausgesäten Samen werden gut mit der feuchten Erde zugedeckt und festgeklopft, so erhalten sie einen guten Bodenkontakt.
  • Optimale Bedingungen: Die Erde sollte nicht austrocknen, ansonsten ist die Pastinake nicht wählerisch. Eine Anreicherung der Erde mit Kompost reicht für deren Entwicklung völlig aus.
  • Pflege: Regelmäßig Unkraut jäten und gießen.
  • Ernte: Dafür werden ganze Wurzeln aus dem Boden gezogen. Sie können Pastinaken im Kühlschrank oder in einem gut belüfteten und kühlen Keller aufbewahrt werden. Vorher ist es notwendig, das Grün abzuschneiden.

Wurzelpetersilie

 
Wurzelpetersilie 
  • Aussaat & Pflanzung: Die Petersilie wird im Frühjahr gesät. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 30 cm und zwischen den Pflanzen 15 cm betragen. Die frisch ausgesäten Samen werden gut mit der feuchten Erde zugedeckt und festgeklopft, so erhalten sie einen guten Bodenkontakt.
  • Optimale Bedingungen: Fruchtbarer, tief gelockerter, aber nicht frisch gedüngter Boden.
  • Pflege: Regelmäßig Unkraut jäten und gießen.
  • Ernte: Dafür werden ganze Wurzeln aus dem Boden gezogen. Sie können Petersilienwurzeln im Kühlschrank oder in einem gut belüfteten und kühlen Keller aufbewahrt werden. Vorher ist es notwendig, das Grün abzuschneiden.

Schwarzwurzel

 
Schwarzwurzel  
  • Aussaat & Pflanzung: Schwarzwurzel lässt sich ein oder zwei Jahre halten. Bei einjähriger Haltung werden die Samen bereits im März bis Anfang April ausgesät, bei zweijähriger Haltung im August. Wichtig: Nicht auf demselben Beet direkt nach Möhren oder Tomaten pflanzen.
  • Optimale Bedingungen: Lockerer, humoser, tiefgründiger, feuchter, jedoch nicht frisch gedüngter Boden. Sonniger bis halbschattiger Standort.
  • Pflege: Bei Trockenehit sollte die Pflanze gut gegossen werden. Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, hilft auch das Mulchen. Die Blütensätze sollten sofort entfernt werden, um der Samenbildung vorzukommen. Beete mit zweijährigen Schwarzwurzeln sollten für den Winter mit Stroh oder Mulch bedeckt werden, damit Wühlmäuse sich nicht an dem Gemüse vergreifen.
  • Ernte & Lagerung: Schwarzwurzeln sind relativ dünn und brechen schnell, daher ist bei der Ernte Vorsicht geboten. Um die Wurzeln vorsichtig aus dem Boden zu holen, empfiehlt es sich eine Grabgabel  zu benutzen. Einjährige Schwarzwurzeln werden im Herbst desselben Jahres, zweijährige im Spätsommer oder Herbst im darauf folgenden Jahr geerntet. Schwarzwurzeln lassen sich länger lagern. Vorher müssen Sie erstmal das Grün abmachen. Sie können die Schwarzwurzeln im Keller im feuchten Sand halten oder im Freien in die Erde einschlagen und mit Laub bedecken. Allgemein wird die zweite Variante empfohlen, da das Aroma besser enthalten bleibt.

Topinambur

 
Topinambur 
  • Aussaat & Pflanzung: Topinambur muss nicht unbedingt gesäet werden. Es reicht völlig, eine oder ein paar Wurzeln beim Gemüsehändler zu erwerben und diese im Garten zu vergraben. Pflanzen Sie sie mit einem Abstand von 60 x 50 cm in 5-10 cm Tiefe. Die Wurzeln werden automatisch neue Tochterknollen bilden. Diese Pflanze kann im Boden überwintern, nur das obere Grün stirbt bei kalten Temperaturen ab, nicht die Wurzeln.
  • Optimale Bedingungen: Ein recht anspruchsloses Gemüse, das auf fast jedem Boden wächst. Jedoch können Sie auch für diese Pflanze optimale Bedingungen schaffen. Topinambur liebt einen lockeren und leicht sandigen Boden sowie eine sonnige Lage, wobei der Halbschatten sich auch eignet. 
  • Pflege: Viel gießen, jedoch eine Staunässe sollte vermieden werden. Wenn notwendig kann der Boden gedüngt werden, nur mit Kompost  oder Algenkalk , nicht mit stickstoffreichen Düngemitteln. Sie sollten die Wurzeln regelmäßig pflegen, weil sie sonst zu wuchern beginnen. Das können Sie durch ausgraben und abstechen der Wurzeln oder auch durch die Verwendung von Rhizomsperre oder Wurzelsperre  verhindern. Eine andere Alternative ist das Pflanzen dieser Wurzeln in großen Töpfen.
  • Schädlinge & Krankheiten: So gut wie keine. Allerdings kann zu hohe Feuchtigkeit zur Bildung von Mehltau führen.
  • Ernte: Die Wurzeln können das ganze Jahr über geerntet werden, der optimale Zeitpunkt ist jedoch der Herbst. Denn im Herbst sind die Wurzeln recht groß und ausgereift. Möchten Sie die Wurzeln auch im nächsten Jahr ernten, so lassen Sie stets eine oder zwei Wurzeln über den Winter im Boden. Nach einigen Jahren ist der Boden jedoch ausgelaugt und sollte mit anderen Gemüsesorten bepflanzt werden.

Möhren, Karotten

 
Möhren ,Karotten 

Möhren und Karotten werden auch als Mohrrübe oder Gelbmöhre bezeichnet.

  • Aussaat & Pflanzung: Frühmöhren werden bereits Ende März ausgesät, späte Möhren erst zum Ende April. Bei Möhren wird die Reihensaat verwendet, mit den Abständen von 15 cm zwischen den Reihen. Da aufgrund der Reihensaat recht viele Samen ausgesät werden und auch viele von ihnen keimen, müssen diese als junge Pflanzen auf 2-3 cm Abstand gelichtet werden. 
  • Optimale Bedingungen: Ein bereits im Frühling angedüngter oder mit Kompost bearbeiteter Boden. Sonniger Standort.
  • Pflege: Regelmäßig gießen und Unkraut jäten.
  • Ernte & Lagerung: Frühmöhren können zeitig geerntet werden, wenn Sie den Wunsch nach besonders zarten Möhren haben. Später gesäte Möhren können sogar bis in den später Herbst im Boden verbleiben. Diese eignen sich besonders gut für die winterliche Lagerung. Vor der Einlagerung sollte das Grün abgeschnitten werden, die Möhren dürfen auf keinen Fall gewaschen werden, ein einfaches Entfernen von Schmutz reicht völlig aus. Die optimale Lagerung von Möhren findet in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit (80-95 %)  und niedriger Temperatur (1-5 °C) statt, zum Beispiel im Keller. Dafür werden die Möhren in Kisten abwechselnd mit Sand aufgeschichtet und anschließend mit etwas Wasser besprüht, sodass der Sand feucht, aber nicht zu nass wird.

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