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Speiseöl

Speiseöl  braucht jeder zu Hause! Er eignet sich nicht nur zur Vorbereitung von Speisen, er ist auch sehr gesund. Pflanzenöle enthalten gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, die wichtig für unsere Gesundheit sind. Sie enthalten u. a. Palmitinsäure, Stearinsäure und Arachinsäure, die zu den gesättigten Fettsäuren zählen sowie Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) und Gamma-Linolensäure (Omega-6-Fettsäure), die zu den wertvollen ungesättigten Fettsäuren gehören. Zudem enthalten sehr viele Öle Vitamin E, der nicht nur unser Immunsystem vor Viren und Bakterien schützt, sondern sich auch als perfekter Konservierer eignet. Dadurch wird das Öl nicht so schnell ranzig. Auch können Sie mit einem Öl, das reich an Vitamin E ist, andere Nahrungsmittel konservieren, z. B. andere Öle oder Saucen.

Es ist unvorstellbar, kein Öl in der eigenen Küche zu haben. Die meisten warmen Mahlzeiten werden immer mit Öl gemacht. Egal, ob Sie nur etwas braten, kochen oder backen, irgendein Öl braucht man immer. Sie sollen allerdings Ihre Gerichte nicht im Öl ertränken. Als eine gute Portionierung gilt es nicht, die ganze Pfanne mit Öl zu bedecken. Je nach den verwendeten Zutaten variiert die empfohlene Menge an Öl. Möchten Sie Kartoffelpuffer anbraten, können Sie etwas mehr Öl in die Pfanne  geben. Machen Sie einen Salat, reichen auch schon 2-3 Esslöffel . 

Die wichtigsten Pflanzenöle für Ihre Küche!

Olivenöl 

Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch und aus den Olivenkernen hergestellt. Viel mehr Informationen zu diesem Pflanzenöl erhalten Sie in dem Shopping Guide: Olivenöl.

Sonnenblumenöl 

Sonnenblumenöl wird aus den Samen der Sonnenblume gewonnen. Es findet viel Verwendung in der Küche. Es enthält viel Vitamin E und das kaltgepresste Öl auch Beta-Karotin. Genau dieses kaltgepresste Öl  sollten Sie auch nicht erhitzen, da sonst die Vitamine und Fettsäuren verloren gehen.

Rapsöl 

Ein sehr gesundes Öl, welches dem Olivenöl Konkurrenz macht. Es enthält wenig gesättigte Fettsäuren und dafür viel Ölsäure, zudem auch Linolsäure und Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure). Es ist reich an Vitamin E, welches uns vor schädlichen, freien Radikalen schützt. In der Küche wird Rapsöl für vielerlei verwendet, z. B. kochen, backen, braten oder einfach aufs Brot als Margarine.

Andere Speiseöle

Aprikosenkernöl - Haselnussöl

Aprikosenkernöl 

Dieses Öl ist reich an Fettsäuren und Vitaminen, weswegen es sich sehr gut als Speiseöl eignet. Das für den Verzehr hergestellte Öl wird kaltgepresst. Aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, wird dieses Öl auch schnell ranzig, weswegen es meist in kleineren Flaschen verkauft wird.

Distelöl 

Distelöl wird aus den Samen der Färberdistel gewonnen. Es besteht zu 75 % aus ungesättigten Fettsäuren und wird oft als Diätspeiseöl angeboten. Enthalten ist es auch in hochwertigen Margarinen. Im Geschmack ist es dem Sonnenblumenöl ähnlich, es wird nicht erhitzt.

Erdnussöl 

Das Öl wird aus den Nüssen der Erdnusspflanze hergestellt. Es ist fast farblos und mild im Geschmack. Es besteht zu 80 % aus ungesättigten Fettsäuren. Kann auch erhitzt werden. Vor allem in der asiatischen Küchen wird es als Frittieröl genommen.

Haselnussöl 

Haselnussöl wird aus den Nüssen des Haselnusstrauches gewonnen. Es ist klar, hellgelb bis gelbbraun. Im Geschmack und Geruch ist es stark nussartig. An der Luft gewinnt es etwas an Konsistenz und ist nicht lange haltbar. In der Küche wird es für die Salatzubereitung verwendet.

Kokosöl - Leinöl

Kokosöl 

Sehr gesundes Öl. Es enthält Laurinsäure, die sich positiv gegen Viren und Bakterien auswirkt, und Caprylsäure. Es wird oft für die Süßwarenherstellung verwendet, Sie können es aber auch zum Kochen, Backen und Braten benutzen. Frisches Öl schmeckt und riecht sehr angenehm, wird aber schnell ranzig. Findet auch breite Anwendung in der Kosmetikindustrie.

Kürbiskernöl 

 Kürbiskernöl wird aus den gerösteten Kernen der Kürbisse hergestellt. Es ist gesund, enthält einen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es eignet sich besonders gut als Salatöl, wird aber auch für kalte und warme Vor-, Haupt- und Nachspeisen verwendet.

Leinöl 

Leinöl wird aus den Leimsamen von Flachs gewonnen. Es besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, insbesondere aus Alpha-Linolensäure, der Omega-3-Fettsäure. An der Luft ist es sehr empfindlich und schmeckt dann bitter. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank bei 4 °C wird es bereits nach 4-8 Tagen bitter. Leinöl wird gerne für milchhaltige Speisen verwendet, z. B. Gurkensalat mit Quark oder Hering in Sahnesauce.

Maiskeimöl - Pistazienöl

Maiskeimöl 

Maiskeimöl wird aus Maiskorn gewonnen. Raffiniertes Öl ist eher farblos und geruchlos, durch die Zugabe von Beta-Carotin erhät es eine gelbliche Farbe. Kaltgepresstes oder natives Öl hat eine rötliche Farbe, enthält viele Fettsäuren und aufgrund des Gehalts an Vitamin E ist es lange haltbar. Eignet sich nicht zum Erhitzen, da viele wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Sehr gut für diejenigen geeignet, die sich cholesterinarm ernähren wollen.

Mandelöl 

Mandelöl, auch Bittermandelöl genannt, ist klar, blassgelblich und dünnflüssig. Im Geschmack ist es mild. Sehr beliebt in der Kosmetik, da es Fältchen mindern soll und trockene Haut mit Feuchtigkeit versorgt und diese wieder zart macht. 

Palmöl 

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Palmfrüchte gewonnen. Es besteht zu 80 % aus gesättigten Fettsäuren. Es wird eher für die Kosmetikherstellung verwendet. Der Anbau von Ölpalmen wird äußerst kritisiert. Mit der Rodung der Wälder für die Ölpalmplantagen u. a. verlieren die Urang-Utans ihren Lebensraum. Um mehr über die Probleme zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

Pistazienöl 

Pistazienöl gehört zu den seltensten und kostbarsten Ölen der Welt. Es wird überwiegend zum Abschmecken und Verfeinern von Gerichten verwendet, zum Braten ist es zu kostbar. Probieren Sie doch mal zusammen mit einem Wildgericht, in Cremesuppen oder zu Fischgerichten.

Sesamöl - Weizenkeimöl

Sesamöl 

Das Öl wird aus den weißen und schwarzen Sesamsamen hergestellt. Es gibt ihn in zwei Varianten, hell  und dunkel . Das helle Öl ist blassgelb und geruchs- und geschmacksneutral. Verwendet wird es größtenteils in der asiatischen Küche als Speiseöl. Das dunkle Öl erhält seine Farbe von den dunkel gerösteten Samen. Auch der Geschmack ist bei diesem Öl anders. Es schmeckt nach gerösteten Nüssen. Verwendet wird es als Würze.

Traubenkernöl  

Dieses Öl wird aus den Kernen der Weintrauben gewonnen. Es gibt zwei Arten von Traubenkernölen. Das heißgepresste, raffinierte, Öl ist im Geschmack und Aussehen eher neutral und hat wenige Inhaltsstoffe, wie Fettsäuren. Das kaltgepresste Öl  weist eine hellgrüne Farbe auf und ist nussig im Geschmack. Durch die schonende Herstellung kann man die Weintrauben rausschmecken. Es ist deswegen für die Zubereitung von kalten Speisen geeignet.

Walnussöl 

Das Walnussöl wird aus reifen und teilweise auch gerösteten Walnüssen hergestellt. Die Farbe ist blass bis hellgelb und von der Konsistenz eher dünnflüssig. Im Geschmack ist es sehr nussig und enthält viele ungesättigte Fettsäuren.

Weizenkeimöl  

Weizenkeimöl wird aus den Keimen des Weizens gewonnen. Er sollte nicht erhitzt werden, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Zu den zählen Vitamin E, Provitamin A, essentielle ungesättigte Fettsäuren und ca. 20 Aminosäuren. Auch beliebt in der Kosmetik: Es hält die Haut elastisch, regeneriert sie (z. B. bei Schwangerschaftsstreifen) und macht trockene Haut wieder zart.

Öle richtig verwenden

 Welche Öle kann man zum Braten oder für warme Speisen verwenden? Welche eignen sich aufgrund ihres Geschmacks besonders für Salate? Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps, wie Sie richtig mit Speiseölen umgehen sollten. Denn z. B. nicht alle Öle dürfen erhitzt werden, weil sonst die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Hier ein kleiner Überblick:
  • Geeignetes Öl zum Erhitzen -- Je höher der Anteil an gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren ist, desto höher kann das Öl erhitzt werden. Ölbeispiele mit gesättigten Fettsäuren: Palmöl ,Kokosöl .  Ölbeispiele mit einfach ungesättigten Fettsäuren (diese sind gesünder!): Olivenöl ,Rapsöl . 
  • Ungeeignetes Öl zum Erhitzen -- Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie z. B. Sonnenblumenöl. Es gibt aber auch Bio-Bratöle, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, sich aber trotzdem zum Braten eignen. Z. B. Byodo  (Bratöl), Naturata  (Bratöl), Bioplanete  (Bratöl), Davert  (Back- und Bratöl), Landkrone und Ölmühle Solling  (Wok-Öl), die alle entweder das wertvolle Sonnenblumenöl oder das wertvolle Erdnussöl enthalten.
  • Geeignetes Öl für Salate -- Alle Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter fallen z. B. Sonnenblumenöl ,Hanföl ,Traubenkernöl ,Leinöl ,Nachtkerzenöl ,Walnussöl .

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