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Nachtschattengewächse

Zu den Nachtschattengewächsen gehören verschiedene Gemüsesorten. Das können Knollengemüse, Kartoffeln, als auch Fruchtgemüse, wie Tomaten, Paprika und Aubergine sein. Folgende Nachtschattengewächse sind üblich in den heimischen Gemüsegärten:

Auberginen

 
Aubergine 

Die Aubergine, auch unter den Namen Eierfrucht oder Eierpflanze genannt, gedeiht am besten in einem Gewächshaus. Gehört der Sorte der Starkzehrer an.

  • Aussaat & Pflanzung: Das Saatgut wird zunächst im März ausgesät. Junge Setzlinge werden dann pikiert und in 9 cm breiten Töpfe mit Mistbeeterde gepflanzt. Der Standort der Töpfe sollte sonnig sein (dafür eignet sich gut die Fensterbank). Ende Mai werden die Pflanzen an den endgültigen Standort (am besten in ein Gewächshaus) gesetzt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 40 cm betragen.
  • Optimale Bedingungen: Warmer Standort mit einem kräftigen Boden und viel Sonne. 
  • Pflege: Nach dem Ansetzen der Früchte wird die Pflanze entspitzt. Damit die Früchte auch schön groß und kräftig werden, sollten nur einige pro Pflanze gelassen und die restlichen ausgekniffen werden.
  • Ernte: Geerntet werden ganze Früchte am oberen Stängel. Reife Früchte erkennen Sie an der intensiven Farbe und einem glänzenden und makellosen Aussehen.

Tomaten

 
Tomate 

Gedeiht am besten in einem Gewächshaus. Tomate wird unterschieden in folgende Sorten: Buschtomaten ,Stabtomaten ,Fleischtomaten , Balkontomaten sowie Kirsch- , Party- oder Cocktailtomaten . Gehört der Sorte der Starkzehrer an.
  • Aussaat & Pflanzung: Zunächst werden Tomatensamen Ende Februar bis Anfang März in, mit Anzuchterde  gefüllte, Kisten gesäet. Diese sollten dann an einen 18-20 °C warmen und hellen Standort gestellt werden. Die Erde ist regelmäßig zu gießen. Sobald die jungen Setzlinge gut mit den Fingern zu greifen sind, sollten sie in kleine Töpfe  mit Pikiererde  umgepflanzt werden. Sobald sich der Boden und die Außentemperaturen erwärmt haben (gewöhnlich ab der zweiten Maihälfte), wird die Tomate ins Freie gesetzt. Für die endgültige Aufzucht der Tomate eignen sich insbesondere Gewächshäuser, da sie einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz versprechen. Buschtomaten werden in den Abständen von 60 x 60 cm eingepflanzt, alle anderen 40 x 80 cm. Die vorher ausgeschaufelten Gruben für die Wurzelballen sind zusätzlich mit viel reifem Kompost  und Hornmehl  zu füllen. Pflanzen Sie die Tomaten tief ein, bis auf den untersten Blattansatz.  
  • Optimale Bedingungen: Tomaten lieben einen sonnigen, windgeschützten und warmen Standort sowie einen gelockerten, humus- und nährstoffreichen Boden.
  • Pflege: Bei angewachsenen Pflanzen sollten die unteren Blätter bis zu der Höhe von 20 cm entfernt werden, damit Pilze, die sich im Boden befinden, nicht auf die Pflanze über eben diese Blätter übergehen können. Regelmäßiges Gießen ist Pflicht, da Tomaten viel Wasser zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Das Wasser jedoch nur an die Wurzelballen fließen lassen. Regelmäßige Kontrolle nach Krankheiten und Schädlingen ist sehr wichtig.
  • Krankheiten: Umfallkrankheit, Nematoden, Grauschimmel, Viruskrankheiten, Keimlingskrankheiten, Blattfleckenkrankheit, Fruchtfäule, Kraut- und Braunfäule.
  • Schädlinge: Blattflöhe, Rote Spinne, Blattläuse, Thripse, Weiße Fliege.
  • Ernte: Tomaten werden fortlaufend von Juli bis Ende Oktober geerntet. Dabei sollten Sie sehr behutsam vorgehen, damit die Fruchtraube nicht beschädigt wird. Halten Sie mit einer Hand die Tomate fest, während mit der zweiten die Tomate vom Stängel abzudrehen ist. 

Paprika

 
Paprika  

Gedeiht am besten in einem Gewächshaus. Gehört der Sorte der Starkzehrer an.
  • Aussaat & Pflanzung: Paprika wird bereits zwischen Anfang Januar und Mitte März ausgesät. Vor der Aussaat sollten jedoch die Samen entweder 2 Tage in Kamillentee oder über Nacht im Salzwasser eingeweicht werden. So wird die Quellphase der Samen verkürzt und sie keimen besser. Sie werden in Anzuchtkisten oder Anzuchttöpfen  gesäet, 0,5-1 cm unter der Erde, und anschließend an einen sonnigen und warmen (22 °C) Platz gestellt. Alsbald die Paprikapflanzen eine Höhe von 10 cm erreicht haben, werden sie in einzelne Töpfe umgesetzt. Die Töpfe sollten nicht allzu groß sein, da sonst nicht hauptsächlich die Pflanze, sondern die Wurzel gedeihen wird. Sobald die letzten Fröste vorbei sind, können die Pflanzen an ihren endgültigen Platz umgepflanzt werden. Dafür eignet sich sehr gut ein Gewächshaus, da dort die optimalsten Temperaturen herrschen. 
  • Optimale Bedingungen: Sonniger, windgeschützter Standort sowie feuchter Boden.
  • Pflege: Im Sommer sollte die Paprika täglich gegossen werden, wobei Staunässe zu vermeiden ist. Sobald also die Bodenoberfläche trocken ist, kann gewässert werden. Außerdem ist eine Düngung sehr empfehlenswert. 
  • Schädlinge: Blattläuse, Rote Spinne, Weiße Fliege, Thrips, Trauermücke, Frostspanner.
  • Krankheiten: Virus- und Pilzerkrankungen.
  • Ernte: Paprika wird im September bis Oktober geerntet. Allgemein sollten Sie die Früchte ernten, wenn sie bereits ihre endgültige Farbe erhalten haben. So sind sie viel aromatischer und schmackhafter.

Kartoffel

 
Kartoffel

Gehört der Sorte der Mittelzehrer an.

  • Aussaat & Pflanzung: Zunächst müssen die Kartoffeln vorkeimen. Dafür werden die Knollen mit den schlafenden Augen (Krone) nach oben, die sich am Ende der Knolle befinden, in die Erde gepflanzt. Die optimale Zeit dafür ist der Januar, wobei die Temperatur beim Vorkeimen 5-7 °C betragen sollte, Luftfeuchtigkeit eher gering und etwas Licht sein sollte. Ins Freie werden Kartoffeln umgepflanzt, sobald ihre Triebe 10 cm lang, grün und stark sind. Die Abstände sollten 30 cm zwischen den Pflanzen und 60 cm zwischen den Reihen betragen. Zusätzlich kann Kompost unter die Kartoffeln gegeben werden und anschließend werden sie mit der Erde angehäufelt.
  • Optimale Bedingungen: Sonniger Standort und ein lockerer, sandiger Lehmboden.
  • Pflege: Kartoffeln sollten vor dem Frost geschützt werden. Als Frostschutz kann Folgendes dienen: Entweder das Halten der jungen Triebe unter Folie oder sobald sich die Triebe wieder zeigen, diese mit der Erde anhäufen. Sobald die Triebe wieder gewachsen sind und zwar auf die Länge von 20-25 cm, werden sie abermals mit Erde angehäufelt. Wurzeln und Knollen bilden sich somit besser.
  • Schädlinge: Insbesondere der Kartoffelkäfer. Man kann ihn gut von den Blättern abnehmen und diese zum Beispiel in einer leeren Flasche aufsammeln (auch die orange-rötlichen Eier können gut abgenommen werden). Für alle, die sich vor den Insekten ekeln, gilt folgender Tipp: Garten-  oder Arbeitshandschuhe  anziehen!
  • Ernte & Lagerung: Frühkartoffeln können bereits im Juni fortlaufend geerntet werden. Bei anderen Sorten sollte der angegeben Erntetermin abgewartet werden. Der für Kartoffeln optimale Lagerungsort sollte dunkel, kühl, aber dennoch frostsicher sein (zum Beispiel der Keller). 

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