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Knollengemüse

Knollengemüse gehört der Sorte der Mittelzehrer an. Folgende Knollengemüsesorten sind üblich in den heimischen Gemüsegärten:

Kohlrübe

 
 

Kohlrübe  

  • Aussaat & Pflanzung: Die Kohlrübe wird in der Zeit zwischen Mai und Juni gesät. Das Saatgut kann breitwürfig auf die Beete gestreut werden, jedoch sollte es nicht zu dicht gesät werden. 
  • Optimale Bedingungen: Kohlrübe gedeiht auf fast allen Böden. Optimal ist jedoch ein feuchter, 40 cm tief gelockerter Boden.
  • Pflege: Je nach der Aussaatzeit werden die Pflanzen im Juni oder später in Abständen von 50 cm ausgepflanzt, optimal bei regnerischem Wetter. Regelmäßig hacken und gießen, wenn die Wurzeln über den Boden raus kommen, sollten sie mit Erde behäufelt werden. 
  • Ernte & Lagerung: Kohlrübe wird im Herbst, wenn es anfängt kalt zu werden, geerntet. Soll diese über den Winter gehalten werden, so werden zunächst Blätter entfernt. Der beste Lagerungsort ist ein feuchter und kühler Keller. Die Rüben werden dafür mit feuchtem Sand beschichtet.

Rettich

Rettich  

Rettich wird in roten ,weißen  und schwarzen  Rettich unterschieden.
  • Aussaat & Pflanzung: Die Aussaat von Rettich kann bereits Anfang März beginnen. Diese Aussaat wird im Frühbeet oder im Freien unter Folie vorgenommen. Spätere Aussaat von Mitte April bis Juni kann direkt im Freien durchgeführt werden. Die Abstände zwischen den Reihen sollten 25-30 cm und die Saattiefe 2-3 cm betragen. Nachdem sich Keimlinge gezeigt haben, müssen sie vereinzelt werden. Der Abstand sollte dann 15-20 cm zwischen den Pflanzen betragen, beim japanischen Zuchtrettich sogar 30-40 cm. 
  • Optimale Bedingungen: Ein recht anspruchsloses Gemüse, das zum Gedeihen wenig Platz benötigt. Der Boden sollte leicht feucht, sehr nährstoffreich und tiefgründig gelockert sein. 
  • Pflege: Regelmäßig und großzügig gießen.
  • Schädlinge: Erdflöhe, Drahtwürmer (auch bei Radieschen).
  • Ernte & Lagerung: Frühe Sorten von Rettichen werden 8-10 Wochen nach der Aussaat, späte Sorten 13-15 Wochen nach der Aussaat geerntet. Wichtig bei der Ernte ist, dass die Knollen nicht vollständig ausgewachsen sind, so bleiben sie knackig und aromatisch. Zu spät geerntete Knollen neigen dazu, hart und holzig zu sein. Späte Sorten können ruhig über den Winter gehalten werden. Optimal ist ein kühler und trockener Ort. Die Knollen sollten in Kisten gelagert werden, die zusätzlich mit Sand gefüllt sind. Regelmäßige Kontrolle der Knollen ist notwendig, um faule Knollen aus zu sortieren und noch gesunde vor der Fäulnis zu schützen.

Radieschen

 
Radieschen  

Eine Sorte der Rettiche.
  • Aussaat & Pflanzung: Die Aussaat kann bereits im Februar gesäet werden, in diesem Fall im Frühbeet oder im Freien unter Folie. Ab Mitte März bis Ende September werden die Samen direkt im Freien gesät und mit einer Zentimeter dicken Schicht an Erde zugedeckt. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 20 cm betragen. Wenn die Samen zu keimen beginnen, sollten die Pflanzen auf die Abstände von 5-10 cm vereinzelt werden.
  • Optimale Bedingungen: Ein recht anspruchsloses Gemüse, das zum Gedeihen wenig Platz benötigt. Der Boden sollte leicht feucht, sehr nährstoffreich und tiefgründig gelockert sein.
  • Pflege: Regelmäßig und großzügig gießen.
  • Mischkultur: Radieschen eignen sich gut als Zwischenanbau zwischen Spinat, Möhren oder als direkte Nachbarn von Erbsen, Mangold, Bohnen, Kohl, Kresse, Kopfsalat und Tomaten.
  • Ernte: Geerntet werden die Knollen schon ab vier Wochen nach der Aussaat (wenn im Sommer gesät wurde). Die Knollen sollten bei der Ernte nicht mehr als 25 mm dick sein, da sie sonst pelzig und schwammig werden. Bei frisch geernteten und jungen Radieschen sind auch die grünen Blätter sehr schmackhaft.

Rote Bete

 
Rote Bete  
  • Aussaat & Pflanzung: Rote Bette sollte möglichst zwischen Mai und Juni gesäet werden. Je nachdem wie groß die Rüben bei der Ernte sein sollten, wird ein kleinerer oder größerer Abstand zwischen den Pflanzen gewählt. Für kleine Knollen sollten die Samen dichter gesäet werden, für größere Knollen können entweder die Samen nicht zu dicht aneinander gesäet oder nachher die jungen Pflanzen vereinzelt werden. 
  • Optimale Bedingungen: Durchlässiger, nährstoffreicher und humoser Boden. Zudem sollte er tiefgründig, feucht und nicht zu sauer sein (optimale pH-Werte liegen bei 6,5 und 7,8). 
  • Mischkultur: Mischkultur mit Dill, Bohnenkraut verbessert den Geschmack. Gedeiht sehr gut neben Zucchini, Zwiebeln, Pastinake und Kopfsalat. Vermieden sollten folgende direkte Nachbarn: Kartoffeln, Estragon, Porree, Petersilie, Mangold, Tomaten, Schnittlauch und Spinat.
  • Ernte: Geerntet wird im Oktober und November, kleinere Knollen können auch laufend geerntet werden.

Sellerie

 
Sellerie  

Wird auch Eppich genannt.

  • Aussaat & Pflanzung: Aussaat findet in der ersten Tracht statt. Zunächst werden die Samen in einem warmen Mistbeet bereits Anfang März ausgesät. Wenn die Pflanzen eine Höhe von 5-10 cm erreicht haben, werden sie in ein halbwarmes Mistbeet umgepflanzt. Ab Ende Mai werden die jungen Pflanzen zum letzten Mal ins Freie umgepflanzt. Der Boden sollte stark gedüngt sein
  • Optimale Bedingungen: Ein 60 cm tief gelockerter Boden, der feucht und zudem auch stark gedüngt sein sollte. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 40-50 cm betragen. 
  • Pflege: Regelmäßig hacken und gießen, bei Trockenheit sollte stark gegossen werden. Auch sollte der Boden regelmäßig gedüngt werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder ab und zu mit Dungguß aus Jauche oder einmal in der Woche mit einem Universaldünger  düngen. Eine Zugabe von Salz in das Wasser (eine Hand voll auf eine Gießkanne) fördert den Wachstum der Knollen.
  • Mischkultur: Gedeiht hervorragend zwischen zwei Reihen Blumenkohl . Nach der Ernte von Blumenkohl im August wird die Erde aufgelockert, gut gegossen und gedüngt.
  • Ernte: Sellerie wird im Herbst geerntet, noch bevor der erste Frost kommt. Für die Lagerung werden die Wurzeln und Blätter, außer den Herzblättern, entfernt und die Knollen im Keller in den Sand eingeschlagen. 

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