Akin ist ein Hamburger Jung , der sich in verschiedenen Welten hin und her bewegt. Genau das spiegelt sich in seinen Filmen wider. Charaktere sind hin und her gerissen. Ob es um Heimat, Kultur, Liebe, sich selbst oder alles zusammen geht. Anfangs wurde Akin, dank seiner türkischen Abstammung als Regisseur der Migrantenfilme macht, bekannt. Jedoch sind seine Filme mehr als das. Sie stellen die moderne deutsche Geschichte dar. Wie der DAAD-Lektor Georg Jansen passend beschreibt, "So wie sich die Nachfolgegenerationen in Deutschland vom Gastarbeiterstatus ihrer Eltern längst emanzipiert haben und heute zur Bereicherung der Kulturszene beitragen, ist auch Gegen die Wand kein Film mehr, an dem sich Aufbruch und Leiden der Arbeitsmigranten beobachten lässt. Es ist also kein Zufall, dass mit Gegen die Wand Fatih Akin, der bis dahin als Meister des Migranten- oder Nischenkinos galt, zum internationalen Star der deutschen Filmszene aufgestiegen ist." Und so sieht das auch Akin; er möchte nicht nur als deutsch-türkischer Filmemacher gelten, der Nischenfilme macht. "Das Deutsch-Türkische war bei meinen Filmen immer ein Rahmen, in dem letztlich das Gemälde drin ist. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Aufmerksamkeit bei dieser Thematik immer mehr auf den Rahmen fällt als auf das Bild. Also muss ich mich wohl bemühen, andere Symbole zu finden, damit ich nicht nur wieder auf das Deutsch-Türkische festgenagelt werde. Soul Kitchen ist vielleicht der erste Film in diese Richtung, weil er mich völlig frei davon macht," sagt er im Spiegel Interview. |
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